05.04.2026 – Ehrungen beim Osterkonzert

MV Hörstein ehrt musikalische Routiniers

Mit einem Musiker ist es wie mit einem guten Wein: Mit den Jahren wird er eher besser, das Spiel intensiver und ausgewogener. Der erfahrene Musiker merkt, wann es mal ein bisschen wackelt und man „durchziehen“ muss und wann man eher im Hintergrund bleibt. Solch unverzichtbare Routiniers sind beim MV Hörstein Jürgen Weidinger und Burkhard Nimbler. Seit 50 bzw. 60 Jahren halten sie dem Verein musikalisch und in zahlreichen anderen Funktionen die Treue. Diese von Burkhard Nimbler erneut aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen (derzeit Kassenprüfer und Vizedirigent).

Jürgen Weidinger sorgt als Kassier seit Jahrzehnten mit großer Weitsicht und Zuverlässigkeit dafür, dass der Verein ein solides finanzielles Fundament hat.

Bei der Ehrung am Osterkonzert, die der Vorsitzende des Blasmusikverbands Spessart Stephan Noll vornahm, stand aber die musikalische Karriere der beiden im Vordergrund. Burkhard unterstützt neben seinem Heimatverein Hörstein inzwischen auch die Michelbacher Musiker an der Klarinette und Jürgen Weidinger sorgt nach vielen Jahren am Altsaxofon derzeit mit seinem Baritonsaxofon für eine wunderbare Klangfarbe im Orchestersound.

„Ungeplant“ bat Stephan Noll dann auch noch Tommy Telkemeier vor die Bühne: Dieser wurde zwar schon im vergangenen Jahr für 25 Jahre aktives Musizieren geehrt, allerdings ohne Urkunde. Diese wurde dann einfach bei dieser Gelegenheit mit etwas Verspätung überreicht.

Der Musikverein Hörstein wünscht sich jedenfalls, dass alle drei Musiker dem Verein noch weitere Jahrzehnte die Treue halten.

Verdiente Ehrung für insgesamt 135 Jahre aktives Musizieren: Jürgen Weidinger (2.v.l.), Burkhard Nimbler (Mitte), Tommy Telkemeier (2.v.r.)

15.03.2026 – Probewochenende für das Osterkonzert 2026

Neues Ziel, neuer Schwung: Musikverein Hörstein bereit für das Osterkonzert

Nachdem der Musikverein Hörstein viele Jahr lang in der Rhön sein Trainingslager für das Konzert am Ostersonntag aufgeschlagen hatte, verbrachte man in diesem Jahr ein intensives Probenwochenende aus organisatorischen Gründen erstmals im Taunus.

Die neue Unterkunft war in dem einen oder anderen Punkt vielleicht etwas weniger bequem, aber das Verlassen der Komfortzone und sich hinaus ins Neue wagen bringt einen bekanntlich immer voran. So wurde gleich am Freitagabend drei Stunden intensiv geprobt: Und zwar die Stücke „die eigentlich schon durchlaufen müssten“ wie der erfahrene Dirigent Markus Wissel zu Beginn ankündigte. Aber auch bei „Rockin Elise“ oder dem „Kaiserschmarrn-Drama“, einem wunderbar beschwingten Medley aus den Eberhofer Filmen, gab es natürlich noch die eine oder andere etwas ruckelige Stelle.

Am nächsten Morgen hüpften oder kletterten alle, trotz des inzwischen schon traditionellen Whiskey-Tastings vom Vorabend, bestens gelaunt und in Vorfreude aus ihren Stockbetten, um sich den herausfordernden Werken zu widmen: Das Publikum darf sich in diesem Jahr unter anderem auf eine Hommage an das Land Litauen freuen und in das musikalische New York von 1923 eintauchen. Neben dem Proben im Gesamtorchester zog man sich mehrfach registerweise zurück, um an Artikulation, Rhythmik und Intonation zu feilen. Am Abend traf man sich dann in gesellig, ausgelassener Runde zum Karten- oder Würfelspiel und zum guten Gespräch unter Freunden.

Der Sonntagvormittag stand dann im Zeichen der Standortbestimmung: Alle Konzertstücke wurden an- und durchgespielt: Jetzt waren auch die Rolling Stones in der Jugendherberge angekommen und es erklang der „Ohrwurm Nr.1“ des diesjährigen Konzerts: Ein paar schöne Melodien aus den legendären Bud Spencer-Filmen, inklusive kleiner Showeinlage. Lassen Sie sich überraschen!

Die Hörsteiner Musikerinnen und Musiker freuen sich nun auf das Konzert am Ostersonntag (5. April) um 19:00 Uhr in der Räuschberghalle. Karten gibt es zum Preis von 12 Euro an der Abendkasse.

 

Anbei einige weitere Impressionen:

06.03.2025 – Jahreshaupversammlung

Jahreshauptversammlung des MV Hörstein

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des MV Hörstein konnten die Verantwortlichen von zahlreichen Aktivitäten berichten. Nach der Begrüßung durch den 1.Vorsitzenden Luis Bahlke und dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder berichtete zunächst Heiko Kemmerer für den Bereich Musik. Gleich am ersten Tag des Jahres spielte der Verein beim traditionellen Neujahrsempfang der Stadt Alzenau auf. Ein Meilenstein in der Konzertvorbereitung war wieder das Probenwochenende in Poppenhausen. Neben den Auftritten im Ort und in der direkten Umgebung gastierte der Verein im Juli auch im Rahmen eines Kurkonzerts in Bad Soden-Saalmünster. Heiko Kemmerer bedankte sich bei den Dirigenten Markus Wissel und Burkhard Nimbler, sowie bei allen Musikern für ihr Engagement.

Für den Bereich Nachwuchsarbeit berichtete der 2. Vorsitzende Thomas Schuhmacher. Da der Posten der Jugendleitung derzeit leider vakant ist, wird dieser derzeit von der Vorstandschaft übernommen.

Derzeit befinden sich 7 Kinder in der Blockflötenausbildung und 4 Kinder in der Instrumental-Ausbildung.

Erfreulich ist, dass im Stammorchester inzwischen sechs Jugendliche unter 18 Jahren, voll integriert sind. Neben diversen Aktivitäten liegt ein Schwerpunkt bei der Werbung an Schulen, um beispielsweise Jugendlichen in den dortigen Bläserklassen die Möglichkeit zu bieten, sich nach Beendigung dieser Klassen oder auch schon parallel dazu im Orchester musikalisch zu betätigen.

Für den Bereich Veranstaltungen berichtete Thomas Heilos.

Im Januar 2025 ging es bei kaltem und sonnigem Wetter, anlässlich unserer Winterwanderung, auf unseren „Hausberg“, den Hahnenkamm. Die Vorbereitung des Osterkonzertes lief dann wieder routiniert ab. Im September wurde ein Tagesauflug nach Würzburg durchgeführt. Die „Weinprobe mit Musik“ im November war wieder ein voller Erfolg und erstmals schon Monate vorher ausverkauft.

Für den Bereich Verwaltung berichtete Kerstin Kemmerer. Derzeit zählt der Verein 175 Mitglieder, davon fünf Ehrenmitglieder. Auch im vergangenen Jahr konnten mehrere fördernde und aktive Mitglieder für ihre langjährige Vereinstreue geehrt werden. Abschließend berichtete Jürgen Weidinger über die Finanzen: Im vergangenen Jahr konnte der Verein ein positives Ergebnis erzielen, unter anderem weil die beiden Hauptveranstaltungen einen guten Gewinn brachten und größere Investitionen wie neue Vereinskleidung bereits in den Vorjahren getätigt wurden. Nachdem Kassenprüfer Burkhard Nimbler die einwandfreie Buchführung bestätigt

Abschließend wurde nochmals darauf hingewiesen, dass alle Mitglieder beim Verein ihre E-Mail-Adresse hinterlegen können, um über anstehende Vereinsaktivitäten wie Ausflüge, Winterwanderung usw. direkt informiert zu werden. Wer sich noch nicht registriert hat, kann jederzeit gerne eine kurze Nachricht an verwaltung@mv-hoerstein.de senden.

 

10.01.2026 – Winterwanderung „Wirtshaus am See“

Hörsteiner Musiker trotzen dem Winterregen

Ausgangspunkt der Winterwanderung des Musikvereins Hörstein war in diesem Jahr das Pfarrheim in Hörstein und als Ziel hatten wir uns Kahl, genauer gesagt, das Wirtshaus am See ausgesucht.

Die Rahmenbedingungen gestalteten sich etwas anders als im letzten Jahr. Anstelle von Sonnenschein marschierten wir im Regen und es war auch kein Schnee weit und breit zu sehen, dafür feuchte Wälder und Felder. Unserer Wanderslust tat dies keinen Abbruch, mit entsprechender Kleidung und Schirmen nahmen wir unser Zwischenziel in Angriff.

Kenner der jährlich-traditionellen Wanderung wissen, dass es am Zwischenstopp immer etwas Leckeres gibt, bei so (nass-)kaltem Wetter für Leib und Seele Erwärmendes. Nämlich Glühwein, alkoholfreien Punsch und hervorragende Plätzchen. Auch ein Schnäpschen durften sich die Wandernden gönnen. Schön war’s an der Verpflegungsoase und wenn die warme Stube im Wirtshaus nicht gelockt hätte, hätten wir wahrscheinlich am Zwischenhalt Wurzeln geschlagen. Gestärkt und aufgewärmt ging es an der „Forelle“ vorbei und danach Richtung Schloss Emmerichshofen, noch ein kleines Stück entlang der Straße. Nach dem sicheren Überqueren freuten wir uns auf die „gut‘ Stubb‘“ des Wirtshauses am See. Freundlich empfangen und lecker verköstigt wurden wir dort, haben uns prima unterhalten, dann nach etwa zweieinhalb Stunden schön aufgewärmt das Lokal wieder verlassen. Auf neuen Pfaden wanderten wir gen Hörstein. Mit einem weiteren Zwischenstopp auf der Wegstrecke, die bei anbrechender Dunkelheit, Schneefall und zunehmender Kälte rutschiger und glatter wurde. Gottseidank kamen alle Wanderer wohlbehalten an ihr Ziel in Hörstein.

27.000 Schritte hat die Gesundheits-App an diesem Wandertag für uns gezählt, ein ordentliches Ergebnis, dass wir Anfang kommenden Jahres gern wiederholen. Am liebsten dann bei Sonnenschein. Schön war’s aber allemal und ein kleines Abenteuer dazu.

Regenschirmparade bei der Winterwanderung des MV Hörstein

 

Anbei einige Eindrücke der Wanderung: